Shame on you!

Es ist einfach nur beschämend, in welche Richtung Deutschland sich in den letzten 20 Jahren hin entwickelt.Für deutsche Ärzte und Zahnärzte gibt es den Begriff „Bakterien und ihre Folgen“ für den Menschen nur randmäßig. Allenfalls zusammen mit dem Begriff „Antibiotika“.

Lieber entwickeln wir neue Antibiotika um die Schäden, die vorherige Gaben dieser Medikamente verursacht haben, zu therapieren, als über die Zerstörungen ,die die übermäßige Gabe derer verursacht haben nachzudenken und entsprechende Handlungen vorzunehmen.

Das ist so, wenn Antibiorika für den Hals (!) die Darmflora nachhaltig verändern.

Das ist aber auch bei der Parodontitis so. Seit Jahren wird hier gelogen und verheimlicht. Die professionelle Zahnreinigung, durchgeführt durch ZMP, ZMF oder sogar ZFA wird weiterhin als Nachsorgetherapie für eine Parodontitis verkauft. Und darum geht es „verkaufen“!

Die relative Gesundung des Patienten steht nicht mehr im Mittelpunkt des Geschehens. Ob das die Testung auf resistente Keime in Krankenhäuser betrifft, ob es das „Personal blood Management“ geht, ob es die jährliche Einpflanzung von Millionen Implantaten in von der Parodontitis zerstörten Mündern ist. Immer stehtnur das Geld im Vordergrund.

Auch im Detail bedeutet das neue Konzept der KZBV für eine neue „sytematische Therapie der Parodontitis“ nur höhere Kosten für die gesetzlichen Krankenkassen.So werden auch nur die Kollegen angesprochen, die schon bisher eine Therapie dieser „stillen Volkskrankheit“ behandeln. Glaubt irgendeiner, dass ein Kollege, der bisher schon keine PA-Behandlung durchführt, sich durch drei ärztliche Gepräche veranlasst sieht, Parodontitis zu behandeln?

Wie in vielen zu beobachtenden Veränderungen geht es hauptsächlich darum, möglichst wenig zu verändern (an den Erfolgskonzepten von KZV und BZAEK).

Der BARMER Zahnreport 2017 war eine gewaltige „Klatsche“ für die deutsche Zahnärzteschaft. Rund 98 Prozent der deutschen Patienten werden nicht therapiert an ihrer Parodontitis.

Erfolgsrezept? Aber kein Wort über eine Öffnung der Therepiefreiheit in Richtung der für die „Lust an der Therapie“ tödlichen Wirtschaftlichkeitsverfahrens für die Kollegen. So bleibt alles beim Alten.
Zwei Drittel Periimplantitis an den Millionen gesetzten Implantaten?

Weiter so, Deutschland! Wir sind reich, aber bleiben immer weiter zurück.